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Bielefeld (ots) - Heute beginnt die Internationale Frankfurter Buchmesse. Zum 70. Mal geht sie über die Bühne. 1949, zur ersten Ausgabe, fanden sich gerade einmal 200 Aussteller ein. 14.000 Besucher kamen. In diesem Jahr sind es 7.300 Aussteller aus 100 Staaten. 280.000 Besucher werden erwartet. Zahlen, die zeigen, dass vom Buch - ob gedruckt oder digital aufbereitet - nach wie vor eine große Faszination ausgeht. Alles gut also? Nein. Der deutsche Buchmarkt, der zweitgrößte nach den USA, ist schwer unter Druck. Die Zahl der Buchkäufer ist zwischen 2013 und 2017 um 6,4 Millionen zurückgegangen. Vor allem die jüngere Generation greift weniger zum Buch. Internet und soziale Netzwerke hat der Börsenverein als Ursache ausgemacht. Der Umsatz des Buchhandels weist ein Minus von 1,6 Prozent aus. Vor allem der stationäre Buchhandel spürt den Druck, verzeichnet Umsatzeinbußen von rund zwei Prozent. Das Buchhandlungssterben dürfte sich verschärfen. Keine guten Aussichten vor der Messe - auch nicht für die Verlage, denn über die Buchläden werden immer noch fast 50 Prozent aller Bücher verkauft - bei stark wachsendem Internethandel. Was tun? Buchhandlungen und Verlage sollten dringend an einem Bündnis arbeiten, um ein weiteres Buchladensterben zu verhindern - inklusive einer Kampagne wider den reflexhaften Buch-Einkauf via Amazon, denn was Amazon kann, können Buchhändler schon lange. Buchhandlungen sind gerade in kleineren Gemeinden oft die letzten Orte, in denen noch Kulturveranstaltungen angeboten werden. Und vor allem unabhängige Buchhandlungen sind Garanten, dass auch Bücher jenseits des Mainstreams noch eine Chance bekommen, entdeckt zu werden. Diese Orte der Kulturvermittlung zu stärken und zu pflegen, sollte auch im Interesse der Kommunen liegen, denn sonst droht weitere kulturelle Verödung. Verlage, Buchhandlungen, Kommunen und Kulturakteure vor Ort für den Erhalt des stationären Buchhandels zu mobilisieren, dazu sollte ein Signal von Frankfurts 70. Buchmesse ausgehen.



Pressekontakt: Neue Westfälische News Desk Telefon: 0521 555 271 nachrichten@neue-westfaelische.de

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