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Leipzig/Köln (ots) - ARD-Filmintendantin Karola Wille (MDR): "Als größter Auftraggeber für die Produktions- und Kreativbranche in Deutschland sind wir auch in der Corona-Zeit verlässliche Partner der deutschen Produzentinnen und Produzenten."

Die ARD verlängert ihre Zusage, sich mit 50 Prozent an Mehrkosten zu beteiligen, die durch coronabedingte (auch mehrmalige) Produktionsstopps entstehen, bis 31. August 2020. Ursprünglich war die Maßnahme bis Ende Juli 2020 befristet. Auch können weiterhin Raten bei bestehenden Verträgen zeitlich vorgezogen werden, um die Liquidität von Produktionsfirmen zu verbessern. Vom Bund geförderte TV- und Kinoproduktionen sind im Hinblick auf den angekündigten Ausfallfonds des Bundes von dieser Verlängerungszusage erstmals ausgenommen.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen übernehmen die ARD-Anstalten die Finanzierung der Hygienemaßnahmen für Neuproduktionen entsprechend ihres Finanzierungsanteils (in zahlreichen Fällen also zu 100%), damit die Dreharbeiten wieder aufgenommen werden können.

ARD-Filmintendantin Karola Wille: "Wir stehen zu unserer Verantwortung und unterstützen seit Beginn der Krise mit erheblichem finanziellen Engagement sowie schnellen, pragmatischen Maßnahmen die Kreativwirtschaft."

Ohne eine institutionelle Absicherung der aufgrund der Pandemie weiterhin bestehenden Risiken wird eine weitgehend uneingeschränkte Wiederaufnahme der Drehs allerdings nicht möglich sein. Bisher sind Fernsehproduktionen, die rund 85 Prozent der deutschen Produktionen ausmachen, explizit von dem Covid19-bedingten Ausfallfonds des Bundes ausgeschlossen.

Wille: "Deshalb unterstützen wir nachdrücklich die Forderung, den großen Bereich der Fernsehproduktionen in dieser Krisenzeit durch die Bereitstellung eines aus staatlichen Garantien gesicherten Notfallfonds zu unterstützen."

Die Bundesländer haben bereits signalisiert, ihrerseits Möglichkeiten zur Ausgestaltung eines Ausfallfonds für Fernsehproduktionen zu prüfen. Dies begrüßt und unterstützt die ARD: es muss gelingen, die Vielfalt und Kreativität der deutschen Produktionslandschaft zu erhalten. Dafür brauche es nun eine enge Zusammenarbeit und Koordinierung.

Pressekontakt:

ARD-Kommunikation
Mitteldeutscher Rundfunk
Presse und Information
Tel.: 0341-300 64 57
E-Mail: presse@mdr.de
Twitter: @MDRpresse

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