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Bonn/Berlin (ots) - In der Diskussion zum Ende der Russland-Sanktionen, die Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) angestoßen hatte, stellt sich Dietmar Woidke (SPD) hinter seinen Kollegen. "Wir brauchen alle Arten von Dialog mit Russland. Wir haben gegenüber Russland eine sehr große Verpflichtung. Die rührt aus unserer deutschen Geschichte her", sagte der Ministerpräsident Brandenburgs im Interview mit dem Fernsehsender phoenix. Laut Woidke, gäbe es zum Dialog mit Russland keine vernünftige Alternative und Deutschland habe eine herausragende Verantwortung, mit Russland auf kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Ebene im Gespräch zu bleiben.

Härte gegenüber Russland verlangt Woidke jedoch im Ukraine-Konflikt. "Die Europäische Union muss stark bleiben und die Sanktionen werden dann abgebaut, wenn das Minsker Abkommen von Russland Schritt für Schritt erfüllt wird". Woidke fügt hinzu, "die ostdeutsche Wirtschaft ist überproportional von den Sanktionen betroffen", da die Verbindungen zu Russland stärker seien. Aus diesem Grund könne Ostdeutschland in der Europäischen Union und Nato eine "Brückenfunktion spielen", so Woidke.

Im Hinblick auf die Personaldebatte um den SPD-Vorsitz fordert Woidke: "Der Osten müsste auch in der SPD-Politik eine größere Rolle spielen".



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