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Bielefeld (ots) - Heute beginnen die Ferien in NRW. Das Schulministerium beschäftigt sich zu diesem Datum gern mit besonderen Herausforderungen. Die Ausstattung unserer Schulen in der Primar- und Sekundarstufe I mit Lehrpersonal ist eine solche Herausforderung. Insofern liegt die Schulministerin richtig. Inhaltlich ist das Problem nicht neu. Seit Jahrzehnten kämpft die Landespolitik in relativ regelmäßigen Abständen - intern nennen Schul- wie Finanzpolitiker auch dies "Schweinezyklus" - mit Defiziten der Schulversorgung. Eine gute Reformantwort wäre es, wenn es der Schulpolitik gelänge, diesen Zyklus zu durchbrechen. Ganz so schwierig kann das nicht sein. Die Schulbehörden müssten recht genau wissen, wann welche Lehrer für welche Stufen und welche besonderen Anforderungen gebraucht werden. Die Vorstellung, man würde die Lehrerausbildung und den Lehrereinsatz so planen und die Lehrer so anstellen und bezahlen, dass im Blick auf diese Bedarfe zum richtigen Zeitpunkt ein ausreichendes Angebot an geeigneten Pädagogen zur Verfügung stünde, ist faszinierend. Das gelingt der Politik aber nicht. Stattdessen kommt sie regelmäßig auf solche Krisenmanagement-Ideen wie jetzt Ministerin Gebauer. Sie sucht Lehrer, die junge Erwachsene zum Abitur führen sollen - ungeachtet der Anforderungen für die Ausbildung von Erst- bis Zehntklässlern. Sie wirbt dafür nicht mit dem Angebot zusätzlicher Qualifikation für diese Pädagogik, sondern mit der Aussicht auf feste Anstellungsverträge. Man stelle sich vor, die Bahn würde wegen eines großen Mangels Lufthansa-Piloten als ICE-Lokführer suchen und mit Gehalt und Dauer-Anstellung locken statt mit der Ausbildung für den ICE - und man begreift, wie abwegig so ein Konzept im Blick auf die Schüler aus unterschiedlichen Primar- und Sekundarstufen ist. Der Brief der Ministerin ist insofern nur ein weiteres Dokument der Hilf- und Planlosigkeit der NRW-Schulpolitik.



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