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Berlin (ots) - Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als "gewissen Forschritt", sie seinen jedoch nicht konsequent genug. "Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinkt die Gefahr, dass die Bank vom Steuerzahler gerettet werden muss", schreibt der Vorstand der 
»Bürgerbewegung Finanzwende« für 
eine nachhaltige Finanzwirtschaft in einem Gastbeitrag für die Zeitung "neues deutschland (Samstagausgabe). Trotz der Eingriffe bleibe das Investmentbanking aber sehr groß und nehme einen wichtigen Anteil an der Bilanz der Bank ein. "Das ist für uns Bürgerinnen und Bürger gefährlich", so Schick. Denn die Kapitalquoten der Bank, und damit die Haftungssumme durch die Eigentümer, würden in den kommenden Jahren aufgrund der Umbaukosten eher sinken.

Für einen konsequenten Schnitt wäre es laut Schick unabdingbar gewesen, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Achleitner die Bank verlässt. "Schließlich hat er die schlechte Entwicklung der Bank und die verschiedenen erfolglosen 'neuen Strategien' der letzten Jahre maßgeblich geprägt." Hier sei wie bei den millionenschweren Abfindungen für erfolglose Vorstände die Frage angebracht: "Wer übernimmt hier eigentlich Verantwortung für sein Missmanagement? Wie so oft bei den Banken, ist das offensichtlich niemand."

Spätestens mittelfristig sei eine komplett neue Unternehmenskultur nötig. Dazu gehörten etwa soziale und ökologische Standards bei der Kreditvergabe, mehr Transparenz und eine konsequentere Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzkriminalität.



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