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Düsseldorf (ots) - Was war eigentlich noch mal der Anden-Pakt? In der CDU sind nun drei Frauen an führender Stelle für die Zukunft Europas zuständig. Drei Frauen, deren Karrieren manch ein männliches Unionsmitglied längst als überwunden angesehen hatte. Ursula von der Leyen? Wegen zahlreicher Pannen und Affären im Amt längst abgeschrieben. Angela Merkel? Als Kanzlerin im Herbst ihres Wirkens. Und Annegret Kramp-Karrenbauer? Kaum kanzlertauglich.

Die Herren in der Christdemokratie sollten neu nachdenken, denn die Hartnäckigkeit, die Finesse und die Verbundenheit der drei CDU-Frauen sind schon oft unterschätzt worden. Die Rivalen Friedrich Merz und Jens Spahn reiben sich jedenfalls verwundert die Augen, während die SPD plötzlich mit ihrer peinlichen (von Martin Schulz und Sigmar Gabriel befeuerten) Kampagne gegen Frau von der Leyen wie eine ewiggestrige Partei alter nörgelnder Männer wirkt. So ruft ausgerechnet die linksliberale Tageszeitung das Ende des Patriarchats durch den Coup der CDU-Frauen aus.

Die drei Christdemokratinnen, die nun die europäische Sicherheitspolitik wesentlich verantworten werden, wirken nicht nur optisch wie der Gegenentwurf zu den Macho-Staatschefs Putin, Trump und Erdogan, die heute die militärischen Debatten bestimmen. Es wird auch stilistisch und inhaltlich eine neue Akzentuierung geben, wenn Kramp-Karrenbauer, von der Leyen und Merkel gleichzeitig einer gestiegenen Verantwortung Deutschlands in der Welt das Wort reden und dafür mehr Geld verlangen werden. Martialische Kriegstreiberei wird die SPD den drei CDU-Politikerinnen kaum vorwerfen können.

Ausgerechnet Donald Trump, nicht gerade als empathiegetriebener Feminist bekannt, könnte noch seine große Freude an dem Trio aus Deutschland haben.

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